Projektaufbau

Die im Jahr 2003 durchgeführte Studie Grundlagen wirksamer Gewaltprävention in der Stadt Zürich (PDF, 1.1 MB) setzte sich zum Ziel, die Behörden der Stadt Zürich bei der Auswahl von geeigneten Präventionsprogrammen zu unterstützen. Die Studie untersuchte die bestehenden Präventions- und Interventionsstrukturen und erarbeitete Empfehlungen für Präventionsprogramme.

Aus der Zusammenarbeit zwischen den städtischen Behörden und dem Projektteam entstand 2004 das Zürcher Interventions- und Präventionsprogramm an Schulen (zipps). Es beinhaltet zwei sich ergänzende Projekte: Im Rahmen des Zürcher Programmzur Förderung sozialer Kompetenzen an Schulen (z-ok) wurden die zwei Präventionsprogramme Triple P und PFADE in zufällig ausgewählten Schulklassen der ersten und zweiten Primarschule umgesetzt. Die Programmumsetzung wurde vom Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürichkoordiniert und finanziert. Das Zürcher Projekt zur sozialen Entwicklung von Kindern (z-proso) prüft fortlaufend die Wirksamkeit dieser beiden Programme und erforscht weiter die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Im Jahr 2007 wurden die ersten Ergebnisse zur Wirksamkeit der Präventionsprogramme präsentiert. Im Rahmen der 2. und 3. Projektphase (2007 bis 2013) sollen unter anderem die langfristigen Wirkungen der beiden Präventionsprogramme evaluiert werden.

Stichprobe

Die Grundgesamtheit der Studie bilden alle Kinder aus der Stadt Zürich, die im Jahr 2004 in die erste Klasse der öffentlichen Primarschule eingetreten sind. Die Stichprobenziehung und die Zuweisung zu den Interventionsbedingungen erfolgten auf der Ebene der Schulhäuser. Zunächst wurden mit Hilfe eines geschichteten Stichprobenverfahrens 56 Primarschulen mit 113 ersten Klassen zufällig ausgewählt. Anschliessend wurden je 14 Schulhäusern zufällig vier Versuchsbedingungen zugewiesen: der "Kontrollgruppe"; der "PFADE-Gruppe"; der "TripleP-Gruppe" und der "PFADE/TripleP-Gruppe".

Im Herbst 2004 traten 1'675 Kinder in die erste Klasse der ausgewählten Primarschulen ein. Die Eltern von 1'366 Kindern (82 %) waren mit der Teilnahme ihrer Kinder an der Studie einverstanden. 1'240 Mütter und Väter (74 %) waren bereit, selbst für Interviews zur Verfügung zu stehen.

Diese Teilnahmerate kann angesichts der multikulturellen Zusammensetzung der Stichprobe als hervorragend bezeichnet werden, auch im Vergleich zu ähnlichen Studien auf internationaler Ebene.