Jacobs Center for Productive Youth Development

 
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Unser grösstes Forschungsprojekt

CoCon

Kompetenz und Kontext: Individuelle und kontextuelle Voraussetzungen für eine positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Laufende Forschungsprojekte:

COCON Repräsentativstudie: Competence and Context – Schweizer Befragung von Kindern und Jugendlichen

Projektleitung: Prof. Dr. Marlis Buchmann

Das Kernprojekt besteht aus einer Längsschnittstudie zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, die den Titel „Context and Competence: Swiss Longitudinal Survey of Children and Youth“ trägt. Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt und im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 52 (NFP52) zu Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel durchgeführt.
Die Längsschnittstudie, welche die Alterskohorten der 6-, 15-, und 21- Jährigen einschliesst, untersucht

  • die sozialen Bedingungen, Lebenserfahrungen und die psychosoziale Entwicklung von heranwachsenden Kindern und Jugendlichen in der Schweiz aus einer Lebenslaufperspektive;
  • die Entwicklung von Werten, Fähigkeiten und Kompetenzen, die durch die soziale Interaktion mit wichtigen Bezugspersonen und dem sozialen Kontext geformt werden;
  • die Aneignung und Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Empathie, Respekt, Toleranz, Solidarität, Kooperation und moralische Urteilsfähigkeit.

COCON Intensivstudie: Soziale Kompetenzen von Kindern

Projektleitung: Prof. Dr. Marlis Buchmann

Die Intensivstudie ist Teil des Schweizer Kinder- und Jugendsurveys COCON und wird vom Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 52 (NFP52) zu Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel unterstützt
Die Studie zielt darauf ab,

  • die soziale Entwicklung und den Lebenslauf einer kleineren Gruppe von 6-jährigen Kindern intensiv zu untersuchen. Die Kinder werden mehrmals zu Hause und im Kindergarten befragt und beobachtet, um so ihre emotionale, soziale, geistige und Verhaltensentwicklung im Kontext der Familie und des Kindergartens genau zu erfassen.
  • Um ein umfassendes Bild der sozialen Entwicklung und der Lebensbedingungen der Kinder zu erhalten, werden auch die primären Bezugspersonen und die KindergärtnerInnen zu den sozialen Fähigkeiten, Werten und Kompetenzen der Kinder und ihren wichtigsten sozialen Kontexten befragt. Diese Zielsetzung trägt wesentlich dazu bei, ausgewählte Ergebnisse der Repräsentativstudie COCON zu validieren.

Comparative Perspectives on Adolescent Development in a Globalizing World

Projektleitung: Prof. Dr. Marlis Buchmann

In Zusammenarbeit mit dem Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, Stanford CA, und mit Unterstützung der Jacobs Foundation erforscht ein internationales Forschungsnetzwerk verschiedene Aspekte des jugendlichen Lebenslaufs in Entwicklungsländern aus einer vergleichenden Perspektive, wobei der Fokus auf marginalisierten Jugendlichen liegt. Die drei vergleichenden Studien sind:

  • Structural Change, Institutional Settings and the Transition from School to Work in Three Latin American Cities: Buenos Aires, Lima and Mexico City (Martin Benavides, Peru; Silvia Giorguli Saucedo, Mexico, Patricio Solís Gutiérrez, Mexico; Georgina Binstock, Argentina, Marcela Cerrutti, Argentina, Marlis Buchmann)
  • Adolescent Regimes in the Developing World – A Comparative Perspective (Carlos Costa-Ribeiro, Brazil; Elizabeth Fussell, USA; Silvia Giorguli Saucedo, Mexico, Marlis Buchmann)
  • Marginalized Youth in Developing Countries: Street Children in India, Indonesia, the Philippines and as Exemplar (Principal Investigator: Suman Verma, India)

Mobbing in der Schule und im Cyberspace: Entwicklungspfade und Konsequenzen

Projektleitung: Prof. Dr. Sonja Perren und Prof. Dr. Alsaker, Universität Bern

Projektmitarbeitende: Fabio Sticca, Ursina Rumetsch, Sabrina Ruggieri, Eleonor Walther, Lukas Imfeld, Alessandra Decarli

Mobbing (Bullying) ist eine Art aggressiven Verhaltens welches sich gegen ein spezifisches Opfer richtet. Ein Kind oder Jugendlicher wird als „Mobbingopfer“ bezeichnet, wenn er/sie wiederholt und über längere Zeit zum Opfer negativer Handlungen seitens Gleichaltriger wird. In den letzten Jahren hat eine neue Form von Mobbing die Aufmerksamkeit von Medien und Forschung erlangt: Cybermobbing, d.h. Mobbing durch die Verwendung von elektronischen Medien wie Internet und Mobiltelefon.

Zwei Querschnitt-Studien wurden bereits durchgeführt, die erste untersuchte das Phänomen des Cybermobbings bei Schweizer Schülerinnen und Schüler, die zweite Studie untersuchte Zusammenhänge zwischen Cybermobbing und sozialen Kognitionen. Eine grössere Längsschnittstudie (finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF#100014_130193/1) ist derzeit in Vorbereitung. In dieser Studie werden die Konsequenzen von Mobbing in Schule und im Cyberspace untersucht. Dabei stehen sozial-kognitive Prozesse (Moral Disengagment und Opferattributionen). als mögliche Moderatoren oder Mediatoren im Fokus der Studie.

Dieses Forschungsthema wird im nationalen und internationalen Austausch bearbeitet (Universität Bern – CH; Edith Cowan University, Perth - AUS; University of British Columbia, Vancouver - CA) und ist in die europäische COST-Aktion IS0801 „Cyberbullying: coping with negative and enhancing positive uses of new technologies, in relationships in educational settings“ integriert.

Prädiktive Faktoren für Gesundheit und Wohlbefinden in der frühen Adoleszenz

Projekleitung: Prof. F. Alsaker & Dr. phil. Ch. Knauss, Universität Bern und Prof. Dr. S. Perren

Eine Vielzahl von Studien hat gezeigt, dass Mobbing in Kindergarten und Schule die psychische Gesundheit kurz- und längerfristig beeinträchtigen kann. Aus diesem Grund wurden verschiedene Mobbing- Interventionen entwickelt, evaluiert und in verschiedenen Kontexten durchgeführt. Mobbingprävention gehört somit zu einer wichtigen Gesundheitsförderungsmassnahme bei Kindern und Jugendlichen. Von 2003- 2006 wurden im Rahmen einer grossen Interventionsstudie (Pathways to Victimization, Alsaker: SNF/NFP52 Grant-No 4052-69011) eine repräsentative Stichprobe von mehr 1000 Kindergartenkindern zu ihren Gleichaltrigenbeziehungen, sozialen Kompetenzen und psychischer Gesundheit (inkl. Übergewicht) befragt und/oder getestet. In einer zweiten Erhebungsphase soll nun ein Teil dieser Kinder im Alter von 11- 12 Jahren nochmals im Hinblick auf ihre aktuellen Gleichaltrigenbeziehungen, sozialen Kompetenzen und psychische Gesundheit untersucht werden. Die geplante Nachfolgeuntersuchung hat zwei Ziele. Zum einen soll die Nachhaltigkeit der damals durchgeführten Mobbing-Intervention (rando misiertes kontrolliertes Design) als Gesundheitsförderungsmassnahme überprüft werden. Zum anderen soll untersucht werden, ob negative Erfahrungen mit Gleichaltrigen (besonders Mobbingerfahrungen) und Übergewicht im Kindergarten frühe Risikofaktoren für die Gesundheit und das Wohlbefinden - Körperbild, depressive Symptome, Gewichtprobleme - in der frühen Adoleszenz darstellen.

(Projektdauer: 2010-2011; Finanzierung: Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie und Helvetia Sana Fonds für Gesundheitsförderung, Forschung und Prävention)