Lukas Eggenberger und Michelle Loher erhalten UZH Population Center Seed Grant
Die Doktorierenden Lukas Eggenberger (Forschungsbereich Risk and Resilience, Prof. Lilly Shanahan, und Universitätsklinik für Psychiatrie Zürich, Prof. Boris Quednow), Michelle Loher (Forschungsbereich Risk and Resilience, Prof. Lilly Shanahan) und Andreas Baumer (Institut für Epidemiologie, Biostatistik & Prävention, Prof. Viktor von Wyl) wurden mit einem Seed Grant des UZH Population Research Center für ihr Projekt «Mapping the Margins of Digital Health: Intersectional Pathways in Swiss Adolescents' Experiences of Online Sexual Harassment and Abuse» ausgezeichnet.
Digitale Räume sind zu einem festen Bestandteil der sozialen Entwicklung von Jugendlichen geworden – sie können junge Menschen jedoch auch sexueller Belästigung und Gewalt im Internet aussetzen. In der Schweiz berichten fast die Hälfte aller Jugendlichen von unerwünschten sexuellen Kontakten im Netz, was schwerwiegende Folgen für das psychische Wohlbefinden haben kann. Die meisten Forschungsarbeiten konzentrieren sich jedoch auf einzelne Risikofaktoren isoliert betrachtet, sodass wenig darüber bekannt ist, wie sich überlappende Vulnerabilitäten auf Risiko, Wahrnehmung und Hilfesuchverhalten auswirken.
Das Projekt verbindet eine intersektionale quantitative Analyse von Daten der Zürcher Jugendbefragung (ZYS; PI: Dr. Denis Ribeaud) mit qualitativer Forschung im Rahmen eines Co-Design-Workshops mit Jugendlichen, Lehrpersonen und Fachleuten der Jugendarbeit. Ziel ist es, digitale Vulnerabilitäten bei Jugendlichen zu identifizieren und gemeinsam eine prototypische Präventionsressource zu entwickeln.
Weitere Informationen zum Projekt: UZH Population Research Center