Welche Lebensereignisse sind für junge Menschen am wichtigsten?
Der Forschungsbereich Risk and Resilience des Jacobs Center (PI: Prof. Lilly Shanahan) hat gemeinsam mit dem Digital and Mobile Health Team eine neue Arbeit aus der z-proso-Studie veröffentlicht. Das Team um Dr. David Bürgin und Dr. Christina Haag nutzte automatisierte Sprachverarbeitung zur Analyse offener Antworten junger Menschen. Als eine der weltweit ersten großen Längsschnittstudien dieser Art macht sie deren Perspektiven in ihren eigenen Worten hörbar (gefördert durch das UZH Population Research Center).
Der Forschungsbereich Risk and Resilience des Jacobs Center (PI: Prof. Lilly Shanahan) hat zusammen mit dem Digital and Mobile Health Team und mitfinanziert durch einen Seed Grant des UZH Population Research Center eine neue Studie mit der z-proso-Studie veröffentlicht, geleitet von Dr. David Bürgin und Dr. Christina Haag. Die Studie ist eine der weltweit ersten grossangelegten Längsschnittstudien, die automatisierte Sprachverarbeitung nutzt, um offene Antworten junger Menschen zu analysieren – so können wir ihre Perspektiven in ihren eigenen Worten hören.
Bei der Analyse offener schriftlicher Antworten im Alter von 15, 17, 20 und 24 Jahren stellte das Team fest, dass 83 % der genannten Ereignisse positiv waren. Schule, Ausbildung und Lehre machten fast die Hälfte aller Nennungen aus, gefolgt von Freundschaften und Liebesbeziehungen, persönlicher Entwicklung und Reisen.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Jugend nicht in erster Linie aus Krisen besteht», sagt David Bürgin. Lilly Shanahan ergänzt: «Stabile Beziehungen, positive Erfahrungen und Möglichkeiten, Selbstwirksamkeit zu erleben, sind ebenso wichtig» wie der Umgang mit Stress.
Dennoch nannten Teilnehmende mit stärkeren Angst- und Depressionssymptomen häufiger Konflikte, Verluste und Misserfolge. Die Prioritäten verschoben sich zudem mit dem Alter: von Schule und Freundschaften hin zu Arbeit, Unabhängigkeit und Familie.
Publikation: Bürgin, D., Haag, C., et al. Personally meaningful life events from adolescence to young adulthood: A longitudinal natural language processing analysis. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 22 June 2026. DOI: 10.1111/jcpp.70169